Der Wettergott meinte es in der letzten Woche, insbesondere am Sonntag als das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2010 im südafrikanischen Johannesburg vor fast 84.500 Zuschauern abgehalten wurde, besonders gut mit Deutschland.
Bei 30 Grad und mehr zieht es Einheimische und ausländische Gäste an Strände, Seen und in die Freibäder. Spaßbäder und Thermen locken ebenfalls. Kurzerhand dienen aber auch Flüsse und sogar Brunnen in den deutschen Städten der Abkühlung. In der größten Not verschaffen auch schon mal Gartenschläuche und Bewässerungsanlagen Abhilfe. Wasser und Eis haben in diesen Tagen Hochkonjunktur. Das Mitleid gilt Berufsgruppen wie Gärtnern und Dachdecker und zum Wochenanfang findet sich unter einigen Schreibtischen mit Sicherheit eine Schüssel mit kühlem Nass für die Füße zur Erfrischung.
Einige träumen in der sengenden Tageshitze von ein paar Regentropfen oder noch besser von einem abkühlenden Gewitter, am liebsten in der Nacht. Mancher schwärmt schon jetzt vom kühleren und sonnigen Herbst oder gar von prächtigen Wintertagen mit idealen Bedingungen für die Ausübung von Wintersport in reizvollen deutschen Regionen wie Schwarzwald, Harz, Eifel, Fichtelgebirge, Bayerischer Wald, Allgäu oder Sauerland.
Bis die kalte Jahreszeit in der Bundesrepublik Einzug hält, dauert es jedoch noch eine Weile und es frohlocken – zur Freude vieler Deutschen und ausländischen Gäste – vermutlich noch zahlreiche schöne Sommertage in Deutschland. Dem einen oder anderen käme wohl bei 30 Grad im Schatten eine kleine Schneeballschlacht ganz Recht und ein bisschen Schwärmen von etwas kühleren Bedingungen ist sicherlich erlaubt, vor allen Dingen jenen, deren Urlaub noch nicht begonnen hat und die derzeit im Arbeitsalltag fleißig schwitzen.