So langsam hat sich Deutschland an die winterlichen Temperaturen gewöhnt, zumindest sind auf den deutschen Straßen zurzeit eingepackte Fußgänger und Pkws mit den obligatorischen Winterreifen zu sehen. Wohl dem der Letzteres als Fahrzeugführer rechtzeitig bedacht hatte, denn zeitweise waren Winterreifen sozusagen schwer erhältliches Luxusgut.
Natürlich ist die weiße Schneepracht, die vergangene Woche in Hülle und Fülle vom Himmel fiel, nicht für jeden ein Hochgenuss. Vor allem so manchem Fahrzeugführer drehen sich Kopf und Magen um, bei dem Gedanken an zugefrorene Türen (heißes Wasser soll hier helfen, aber dann bitte auch das zügige Abtrocknen nicht vergessen), an vollständig vereiste Scheiben, an glattes Kopfsteinpflaster und nicht geräumte Seitenstraßen.
Dennoch ist eine weiße Winterlandschaft genau das, was einige Menschen benötigen, um erst so richtig in Vorweihnachtsstimmung zu gelangen. Dann wirkt die Welt ein bisschen weniger hektisch, ein bisschen weniger laut und die erleuchteten Weihnachtsmärkte, die geschmückten Städte und Häuser noch ein bisschen freundlicher, ein bisschen gemütlicher.
Aber vor allen Dingen freuen sich die Kleinsten. Wie sollte es denn auch ohne „weiße Pracht“ fröhliche Schneeballschlachten und Schlittenfahrten geben?! Das Bauen von Schneemännern und das „Fertigen“ von Schneeengeln gestalten sich ohne Schnee zwangsläufig ebenfalls sehr schwierig. Und ehrlich gesagt, Glühwein schmeckt bei frostigen Temperaturen und Schneefall doch gleich viel besser. Leuchtende Augen also bei Klein und Groß.
Es ist sozusagen der ideale Moment, mehr Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen, womöglich auf einer interessanten Städtetour, präsentieren sich doch die deutschen Weihnachtsmärkte in Dresden, Nürnberg, Zwickau, Trier, Erfurt, Leipzig, München, Lübeck und anderen deutschen Orten so einladend.
Aber auch der Natururlaub in Deutschland ist zu dieser Jahreszeit überaus verlockend. Weiße Pracht beim Winterwandern durch den Bayerischen Wald, eine Pferdeschlittenfahrt im Harz, Langlauf im Allgäu, Eisstockschießen oder Schlittschuhlaufen auf einem gefrorenen Weiher und danach ein Glas Rotwein vor dem Kamin im Ferienhaus – so erholsam und ereignisreich kann der Winterurlaub in deutschen Landschaften sein.
Und wer so kurz vor Weihnachten keinen zusätzlichen Urlaub einreichen möchte – immerhin ist schon am nächsten Wochenende der dritte Advent, findet auch für den Wochenendtrip ein herrliches Reiseziel in der Bundesrepublik Deutschland. Die Winterreifen sollten inzwischen montiert sein…und falls nicht – auch die Infrastruktur öffentlicher Verkehrsmittel ist in Good Old Germany gut ausgebaut…Fahrpreiserstattung der Bahn inklusive…
Marsberg, das ist eine kleine Stadt an der Diemel am östlichen Rande des Sauerlandes. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt die außerordentlich bedeutsame Geschichte der Stadt, so nannte ein Sauerländer Schriftsteller Marsberg die „an Alter und Geschichte ehrwürdigste Stadt unserer Heimat.”, denn der Stadtteil Obermarsberg hat große historische Bedeutung. Die alte sächsische Grenzfeste wurde 772 im Juni durch die Franken unter Karl dem Großen erobert. Heute zeugen die Stiftskirche, die Nikolaikirche, der Schandpfahl und Reste der Stadtmauer von der außergewöhnlichen Bedeutung Marsberg im Laufe ihrer mehr als 1200-jährigen Geschichte.